Point Merge – eine weltweite Betrachtung

Übersicht aktueller Point Merge-Umsetzungen

Die Entwicklungen der vergangenen zwei Jahre hinsichtlich der Einführung von Point Merge an den deutschen Flughäfen waren ernüchternd. Viel Zeit ist mit Testbetrieben vergangen und die einzigen Meldungen, die von Seiten der Deutschen Flugsicherung (DFS) kommen, berichten von Problemen, warum das Verfahren nicht geeignet ist. In Frankfurt ist das Gebiet zu groß, so dass es zu Überschneidungen mit den Militärfliegern kommt, in Berlin stören sich die zwei Flughäfen Tegel und Schönefeld gegenseitig (zumindest solange der BER noch nicht eröffnet ist), Hannover ist nicht representativ, da zu klein u.s.w. Zeit für eine Zwischenbetrachtung, was sich hinsichtlich Point Merge im Rest der Welt tut.

An welchen Flughäfen weltweit wird Point Merge überhaupt eingesetzt bzw. ist in der Erprobung?

  • Vorreiter war die norwegische Hauptstadt Oslo, die bereits 2011 das Point Merge-Verfahren einführte. 2014 folgten die Regionalflughäfen von Stavanger, Bergen und Trondheim.
  • Im irischen Dublin wird seit Dezember 2012 Point Merge in Kombination mit dem CDA-Verfahren geflogen.
  • Als erste außereuropäischer Flughafen ging 2012 Seoul, die Hauptstadt Südkoreas mit Point Merge an den Start.
  • In Paris wird seit 2013 zumindest bei den nördlichen Anflügen auf Point Merge gesetzt
  • Kuala Lumpur, die Hauptstadt Malaysias ging 2014 an den Start,
  • Mit dem nigerianischen Lagos folgte 2014 die erste afrikanische Hauptstadt.
  • Im September 2014 startete Spanien auf den Kanarischen Inseln (Flughäfen Fuerteventura und Lanzarote) mit Point Merge.
  • Ebenfalls 2014 ging dann mit Hannover der erste deutsche Flughafen in den Probebetrieb.
  • In Leipzig wurde ab 2015 Point Merge erprobt.
  • London startete 2016 mit London City und Biggin Hill gleich an zwei Flughäfen mit den Point Merge-Anflügen.

Unter den weltweit erfolgreichen Beispielen für die Point Merge-Einführung sind sowohl Großflughäfen, als auch kleine, weit voneinander entfernte wie auch dicht nebeneinanderliegende. Hieraus lässt sich noch ein großes Potential für die Zukunft erahnen.

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